Das Therapeutische Modell Zweers (TMZ©) wurde bereits 1990 von den Praxisinhabern entwickelt. Es verbindet systemische Familientherapie mit Kinder- und Jugendtherapie. Jede Familie wird dabei von mindestens einem Familientherapeuten und einem Kinder- bzw. Jugendtherapeuten begleitet, die sowohl mit den Eltern als auch mit den Kindern eine tragfähige Beziehung aufbauen.
Das TMZ© richtet sich insbesondere an Familien, die ihre Konflikte und Krisen aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen können. Oft verstehen Eltern das Verhalten ihrer Kinder kaum noch, sodass eine reine
Familientherapie nicht ausreicht.
Durch die Gespräche mit den Eltern gewinnen wir Einsicht in Hintergründe und Entwicklung der familiären Dynamik. In der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen erfahren wir ihre Sichtweisen, Gefühle und mögliche Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten. Testverfahren ergänzen diese Eindrücke.
Aus beiden Perspektiven leiten wir Themen und Aufträge für gemeinsame Familiensitzungen ab – der ersteSchritt, gemeinsam andere Wege zu gehen.
Unsere Hilfeangebote beginnen in der Regel mit einem Clearing und einer ambulanten Diagnostik. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Familie, ihrer Bedingungen und Dynamiken zu gewinnen. Dabei berücksichtigen wir die individuelle Entwicklung jedes Familienmitglieds und die Auswirkungen auf das
gemeinsame Zusammenleben.
In der systemisch-therapeutischen Arbeit geht es darum, bestehende Erschwernisse in ihren
Zusammenhängen:
Das Clearing schafft die Grundlage, Themen präzise zu erfassen und Fehlinterpretationen zu vermeiden.
Denn falsch gedeutete Symptomatiken – ob bei Kindern oder Erwachsenen – führen leicht zu verfehlten
Interventionen, weiterem Vertrauensverlust und eingeschränkter Motivation.
Unsere Erfahrung zeigt: Nur wenn Eltern und Kinder spüren, dass ihre tatsächlichen Themen erkannt
werden, entsteht eine stabile Vertrauensebene – sowohl innerhalb der Familie als auch zu den
Mitarbeitenden unserer Praxis. Das Clearing ist daher Voraussetzung für jede weitere intensive
therapeutische Arbeit.
Die Familientherapie hat das Ziel, belastete Familienbeziehungen zu stabilisieren und zu verbessern. Im
Mittelpunkt steht die Entwicklung eines funktionierenden Familiensystems, das sich durch folgende
Merkmale auszeichnet:
In der Arbeit wird deutlich, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr verstehen und im Alltag unsicher reagieren. Hier setzen wir an: Ressourcen werden gestärkt, Verständnis gefördert und neue
Interaktionsmuster entwickelt.
Methodische Schwerpunkte:
Aufsuchende Familientherapie (AFT):
Familientherapie findet nicht nur in der Praxis, sondern auch aufsuchend im häuslichen Umfeld statt. Ein
Co-Therapeutenteam (Familien- sowie Kinder- und Jugendtherapeut) begleitet die Familie neutral und
ressourcenorientiert, um die Perspektiven aller Mitglieder einzubeziehen.
Unsere Kinder- und Jugendtherapie richtet sich an junge Menschen, die mit herkömmlichen erzieherischen
Möglichkeiten nicht mehr erreicht werden können. Sie basiert auf heilpädagogischen und psychologischen Ansätzen und berücksichtigt insbesondere Kinder und Jugendliche, deren körperliche, kognitive oder seelische Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verläuft
Ziele der Arbeit:
Eine eingehende Diagnostik erfolgt im Rahmen des Clearings. Darauf aufbauend entwickeln wir individuelle Behandlungsansätze. Kinder und Jugendliche benennen in ihren Settings häufig selbst, was sie für eine glückliche Entwicklung benötigen. Diese Aussagen werden durch spezifische Testverfahren überprüft und ergänzt.
Methoden: